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Rund 65 Gastronominnen, Produzentinnen, Händler und Netzwerkpartner kamen am 29. September 2025 zum ersten Gastromarktplatz von Stadt-Land-Küche in der Plagwitzer Markthalle zusammen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Austausch, neue Kooperationen und regionale Kostproben.

Gastronominnen und Gastronomen haben im Tagesgeschäft oft wenig Raum und Zeit, sich um neue Kooperationen zu bemühen und regionale Produzenten persönlich kennenzulernen. Mit dem ersten Gastromarktplatz in der Plagwitzer Markthalle in Leipzig hat Stadt-Land-Küche im September einen Ort geschaffen, an dem genau das möglich war. 15 Produzentinnen und Produzenten stellten ihre Betriebe und Produkte an Marktständen vor. Bei regionalen Kostproben konnten Produzenten und Gastronominnen sich kennenlernen, Ideen austauschen und über neue Kooperationen sprechen.

Emily Empl von der Salumeria Leipzig erzählte, wie wertvoll es sei, Produzentinnen persönlich zu treffen: „Im Küchenalltag bleibt kaum Zeit für solche Begegnungen. Der Gastromarktplatz ist die perfekte Gelegenheit, neue Produkte kennenzulernen und Inspiration mitzunehmen.“

Auch aus landwirtschaftlicher Sicht kam positives Feedback: Stefan Korn von der Gärtnerei Korn betonte, dass er durch den direkten Kontakt zu Gastronominnen und Gastronomen viel besser erfährt, was in den Küchen gefragt ist.

Beim Podiumsgespräch „Küchen, Höfe und Handel im Dialog: Wege zu einer regionalen Wertschöpfungskette“ wurde deutlich, dass die Zusammenarbeit zwischen Gastronomie und Produzenten dennoch viel Engagement und Eigeninitiative erfordert. Bäckermeister Tom Eßrich aus Liebertwolkwitz schilderte anschaulich, wie er dieses Problem selbst angeht: Er versucht, ein eigenes Netzwerk aufzubauen und fährt mehrmals pro Woche Touren, um regionale Produkte zu beschaffen: „Das ist Aufwand, ja – aber Regionalität ist cool. Es macht Spaß, Leute kennenzulernen, und manchmal entstehen daraus Dinge, an die man vorher gar nicht gedacht hat.“ Die Zusammenarbeit könne gelingen, wenn man offen über Themen wie Vertragsanbau spreche. Außerdem böten Regionalität und Saisonalität Verlässlichkeit für beide Seiten.

Der Tag hat gezeigt, dass regionale Kooperationen dann gelingen, wenn Menschen sich begegnen, miteinander reden und gemeinsame Ideen entwickeln.

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