Beim Praxistag der Kita Entdeckerland in Chemnitz hat das Küchenteam gezeigt, wie viel Kreativität, Handwerk und Planung in einer frischen, bio-regionalen Kita-Verpflegung steckt – vom selbstgebackenen Knäckebrot bis zum ersten Nasi Goreng für die Kinder.
Konzentriert streichen Anke Herrmann, Küchenleiterin der Kita Entdeckerland in Chemnitz, und Küchentrainer Paul frisch vorbereiteten Knäckebrotteig auf sechs Bleche. Zum heutigen Praxistag steht einiges auf dem Programm: Zum Mittagessen wird ein Nasi Goreng vorbereitet und zur Vesper gibt es Knäckebrot mit selbstgemachtem Radieschen-Hummus.
Kaum ist das Knäckebrot im Kombidämpfer, beginnen die Vorbereitungen für das Nasi Goreng. Anke Herrmann gibt Ei in den großen Kipper, das später mit Reis und Gemüse vermengt wird. „Damit nichts anbrennt, muss man es gut wenden“, erklärt sie. Kurz darauf wird der vorgekochte Reis unter das Rührei gehoben, während draußen eine Gruppe Kinder im Innenhof spielt. „Die schauen auch schon mal rein, wenn wir arbeiten“, erzählt die Küchenleiterin, die seit über 30 Jahren in der Kita tätig ist. Kurz darauf steht sogar eine Kita-Gruppe in der Küchentür. „Hier wird euer Mittagessen zubereitet“, erklärt die Erzieherin den staunenden Kindern, bevor die Gruppe weiterzieht.
Vom Kipper in die Kita-Gruppen
Es duftet würzig, als Anke Herrmann und ihre Kollegin Janette Uhlig das Nasi Goreng mit Sojasauce abschmecken. „Ich hätte nicht gedacht, dass das nach so viel schmeckt“, stellt Frau Herrmann zufrieden fest. Auch das Knäckebrot ist perfekt gelungen, mit etwas weniger Salz, damit es zu den Bedürfnissen der Kinder passt. Die beim Schneiden zerbrochenen Stücke? „Die sind für uns“, lacht Janette Uhlig.
Um 10:30 Uhr belädt das Team die ersten Servierwagen mit dampfenden Nasi-Goreng-Töpfen und schickt sie über die Speiseaufzüge in die Kita-Gruppen. Die Kleinsten essen zuerst, dann die älteren Kinder. In der Gruppe „Pusteblume“ sitzen die Kinder schon ungeduldig an ihren Tischen. Zunächst wird das neue Gericht skeptisch beäugt. Doch dann leert sich der erste Teller und es wird Nachschlag verlangt.
Schritt für Schritt zu mehr Bio-Regionalität
Bevor der Arbeitstag endet, werfen Anke und Paul im Büro noch einen Blick auf den Rahmenspeiseplan für die nächsten acht Wochen. Gemeinsam prüfen sie, wie sich bio-regionale Produkte stärker einbinden lassen. Pauls Fazit macht Mut: „Mit ein paar kleinen Anpassungen im Speiseplan kann Frau Herrmann den Bio-Anteil ohne Mehrkosten auf über 70 Prozent bringen.“
So geht ein erfolgreicher Praxistag zu Ende, der zeigt, wie engagiert und kreativ das Küchenteam der Kita Entdeckerland arbeitet und wie sich mit guter Planung und handwerklicher Leidenschaft Schritt für Schritt mehr Bio, Regionalität und Vielfalt auf die Teller der Kinder bringen lässt.
Erschienen am 30. September 2025