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Regionale Partnerschaften für das Bistro Baerbel

Artikel — Aus der Küche

Das Bistro Baerbel in Leipzig möchte nicht nur satt machen, sondern Begegnung schaffen. Teller zum Teilen mit saisonalen und regionalen Gerichten gehören fest zum Konzept. Vor der Eröffnung im März 2026 hat Stadt-Land-Küche das Baerbel beraten.

Aaron Solf leitet die Küche im Bistro Baerbel und erzählt im Gespräch, wie er mit Küchentrainer Jonas Löloff regionale Partner gefunden, Gerichte weiterentwickelt und Strukturen für den Küchenalltag aufgebaut hat. „Jonas hat mir in jedem Bereich weitergeholfen, wo ich Fragen hatte. Und das war richtig wertvoll, gerade dieser Blick von außen,“ berichtet Aaron. Nicht mit einem vorgefertigten Konzept, sondern mit Unterstützung dort, wo sie gebraucht wurde. Was dabei besonders half, war der Reality-Check. „Man steckt ja schnell in seinen eigenen Gedanken fest. Jonas hat eine andere Perspektive und viel Erfahrung reingebracht.“

Orientierung statt endloser Recherche

Ein zentraler Punkt der Zusammenarbeit war der Aufbau regionaler Bezugsquellen. Entsprechend ihres Konzepts war es dem Baerbel wichtig, von Beginn an mit regionalen Produzenten und Lieferanten zusammenzuarbeiten. Stadt-Land-Küche konnte dabei früh unterstützen und passende Kontakte aufzeigen. „Als es darum ging, einen Hauptlieferanten auszuwählen, bin ich durch Jonas auf einen regionalen Großhandel gekommen“, berichtet Aaron. Dazu kamen zahlreiche Kontakte zu Erzeugerinnen und Erzeugern sowie Gemüselieferanten aus Leipzig und Umgebung. Neben Fleisch vom Gut Waldland und der Genießergenossenschaft bezieht das Baerbel nun auch Gemüse von der Gärtnerei Scharf. „Das war extrem wichtig für uns. Gerade am Anfang spart das unglaublich viel Zeit.“

Feinschliff dort, wo es hakte

Neben Struktur und Einkauf konnte Küchentrainer Jonas auch beim handwerklichen Kochen unterstützen. Aaron erzählt: „Wir hatten ein paar Rezepte, wo der Feinschliff noch ausstand, und irgendwas gefehlt hat.“ Zusammen mit Jonas habe er daran gearbeitet. „Wir haben uns dann einfach mal hingestellt und sind alles noch mal von Grund auf durchgegangen.“

Ein Gericht steht für Aron stellvertretend für diese Zusammenarbeit: die Senfsoße mit Bautzner Senf. „Die haben wir wirklich komplett neu aufgezogen und zusammen finalisiert. Erst dann war sie so, wie wir sie haben wollten.“

Klare Abläufe als Entlastung

Was sich seit der Zusammenarbeit verändert hat, ist für Aaron klar. „Es hat mir den Einstieg in die Küchenleitung enorm erleichtert.“ Vor allem Strukturen und Abläufe hätten sich früh gefestigt. „Wir haben direkt an Effizienz, klaren Prozessen und Ordnung gearbeitet. Dadurch wurden viele unnötige Fehler vermieden. Und ehrlich gesagt auch einige Kopfschmerzen.“ Gerade in der intensiven Phase vor der Eröffnung sei das unbezahlbar gewesen.

Was Aaron anderen Restaurants oder Küchenteams raten würde, die Stadt-Land-Küche noch nicht kennen? „Sich einfach mal drauf einlassen. Durch die Zusammenarbeit mit Jonas habe ich mir einiges an Hin und Her bei der Lieferantensuche gespart und konnte mich aufs Kochen konzentrieren,“ resümiert Aaron.

Das Zusammenarbeit mit dem Bistro Baerbel zeigt, wie wertvoll die Begleitung von Stadt-Land-Küche in entscheidenden Momenten sein kann. Und dass Veränderung leichter fällt, wenn man sie nicht allein angeht.

Fotos: Speiseräume

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