Wie kann ein Speiseplan aussehen, der Kita-Kinder aber auch Seniorinnen und Senioren anspricht? Mit dieser Frage beschäftigen sich das Küchenteam um Küchenleiterin Marion Raum sowie rund 20 Pädagoginnen, Elternvertreterinnen und Bürgermeister Henrik Biehle beim Praxistag in der Schulküche Gebelzig.
Biologischer auch pflanzlicher soll das Speiseangebot in der Gemeinde Hohendubrau werden. Dafür probiert das Küchenteam zum Praxistag neue Rezepte aus, verkostet gemeinsam mit Gästen und spricht über die geplanten Veränderungen. Auf dem Speiseplan stehen acht verschiedene Komponenten. Bei begrenzten Herdkapazitäten und einem engen Zeitplan haben Marion Raum und ihre Kollegin Frau Haupt einiges zu tun. Für das Team, das seit 2010 zusammenarbeitet, ist das jedoch kein Problem. Mit der Unterstützung von Küchentrainer Paul Götze bereiten sie routiniert Sonnenblumenhack mit Kapernsauce, Linsen-Kebab, Buttermilchcurry, Rote-Bete-Ragout mit Graupen, gefüllte Paprika, Kartoffelbouletten, Rote Bete mit Béchamelsauce und Schmorzucchini zu.
Austausch über den Speiseplan von morgen
Nach dem Kochen kommen Pädagoginnen, Elternvertreterinnen und Bürgermeister Henrik Biehle zur Verkostung und zum Austausch über die Gerichte im Speisesaal zusammen. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Gerichte sich gut für verschiedene Altersgruppen eignen und an welchen Stellen Anpassungen sinnvoll sein könnten – beispielsweise bei Konsistenz oder der Würzung für Kita-Kinder. Im Gespräch unterstützt Küchentrainer Paul, der Marion Raum und ihr Team im Rahmen vom Küchentraining mit fachlichem und praktischem Wissen begleitet.
Gemeinsam Veränderungen in der Küche angehen
Aus anfänglicher Zurückhaltung der Teilnehmenden entwickelte sich bei der Verkostung und im Gespräch Neugier und Offenheit für die neuen Ideen. „Das war lecker“, hört das Küchenteam nach dem Essen von den Pädagoginnen und Elternvertreterinnen. Was von der Verkostung übriggeblieben ist, bekommen morgen die Kinder zum Probieren angeboten.
Mit Blick auf die Speiseplanung und das Budget zeigt der Praxistag: Durch gemeinsames Ausprobieren und den offenen Austausch aller Beteiligten gelingen Veränderungen in der Gemeinschaftsverpflegung. Außerdem eröffnet der gezielte Einsatz von Fleisch und pflanzlichen Gerichten neue Möglichkeiten in der Speiseplanung. Das Budget kann so für hochwertige Zutaten und bio-regionale Produkte eingesetzt werden.
Fotos: Speiseräume
Erschienen am 24. Juli 2026